|

|
Islam
auf einen Blick - Teil III
Der
Islam versorgt alle Menschen mit deutlichen
Richtlinien für alle Lebenslagen. Die
Anleitungen, die er gibt, sind umfassend und
enthalten die sozialen, wirtschaftlichen,
politischen, moralischen und geistigen Aspekte
des Lebens. Der Qur'an erinnert den Menschen an
den Sinn seines Lebens auf Erden, an seine
Pflichten gegenüber sich selbst, seinen
Verwandten, seiner Gemeinde, seinen Mitmenschen
und seinem Schöpfer. Dem Menschen wurden
grundlegende Anleitungen für ein zweckmäßiges
Leben gegeben. Dann wurde er der Herausforderung
der menschlichen Existenz ausgesetzt, auf daß er
diese hohen Ideale in die Praxis umsetzen würde.
Der Islam betrachtet den Menschen als eine
gesunde und vollständige Einheit und nicht als
eine Sammlung aus getrennten und miteinander
konkurrierenden Teilen. Der geistlich-religiöse
und der weltliche Teil sind keine getrennten
Teile des Menschen. Sie sind vielmehr in seiner
Natur als Mensch vereint. Muhammad (Gottes Segen
und Sein Friede seien auf ihm) wurde im Jahre
570 (n.Chr) in der Stadt Makkah in Arabien
geboren. Er stammte aus einer vornehmen
arabischen Familie. Die erste Offenbarung
empfing er im Alter von 40 Jahren. Er lud in
Makkah 13 Jahre lang zum Islam ein. In dieser
Zeit waren er und seine Gefährten, die den Islam
annahmen, schweren Mißhandlungen und
Verfolgungen ausgesetzt, so daß ihm Gott befahl,
nach Madinah (einer anderen Stadt in Arabien)
auszuwandern. Während der kurzen Zeitspanne von
23 Jahren wurde seine Botschaft vollendet. Er
starb in Madinah im Alter von 63 Jahren und
wurde dort beigesetzt. Er führte ein
vollkommenes Leben und setzte ein Beispiel für
alle Menschen. Seine Biographie veranschaulicht
die Lehren des Qur'an und ihre Verwirklichung in
der Praxis. Der Islam in seiner deutlichen und
direkten Weise, die Wahrheit auszudrücken, übt
eine starke Anziehungskraft auf jeden aus, der
Wissen sucht. Er ist die Lösung für alle
Probleme des Lebens. Er ist der Weg für ein
besseres und vollkommenes Leben, in dessen
Phasen Gott, Der Allmächtige Schöpfer und
Barmherzige Erhalter gepriesen wird.
|
Ort |
Anzahl |
|
Afrika |
273.28 Mio. |
|
Asien |
701.87 Mio. |
|
Europa |
24.40 Mio. |
|
Nord- und
Sudamerika und Australien |
2.44 Mio. |
|
insgesamt |
|
Von
172 Ländern und Gegenden der Welt gibt es 53,
die eine muslimische Bevölkerung von mehr als
50% haben. |
|
Islam
auf einen Blick - Teil II
Der
Qur'an
ist das letzte und
endgültige offenbarte Wort Gottes und die
Hauptquelle der islamischen Lehre und Gesetze.
Der Qur'an befasst sich mit den Fundamenten des
Glaubens, cler Moral, der Geschichte der
Menschheit, des Gottesdienstes, des Wissens, der
Weisheit, der Beziehung zwischen Gott und Mensch
und allen Aspekten der menschlichen Beziehungen.
Umfassende Lehren, aus denen gesunde Systeme der
sozialen Gerechtigkeit, der Wirtschaft, der
Politik, der Rechtswissenschaften, des Gesetzes
und der internationalen Beziehungen aufgebaut
werden können, bilden einen wichtigen
stofflichen Inhalt des Qur'an. Muhammad selbst
konnte weder lesen noch schreiben. Dennoch wurde
der Qur'an sowohl im Gedächtnis seiner Gefährten
als auch in den von ihnen unter seiner Aufsicht
angefertigten Niederschriften aufbewahrt. Der
originale und vollständige Text des Qur'an ist
in Arabisch, der Sprache, in der er otfenbart
wurde, für jeden zugänglich. šbersetzungen von
der Qur'an-Bedeutung und von Kommentaren sind in
vielen Sprachen weit verbreitet.
Der Hadith
Der Hadith des Propheten
Muhammad besteht aus seinen Worten, seiner
Handlungsweise und seinem unausgesprochenen
Gutheißen bestimmter Sachverhalte, wie sie von
seinen Gefährten bezeugt und überliefert wurden.
Er erklärt die qur'anischen Anordnungen im
Detail.
Der Islam lehrt keinen bloßen Ritualismus und
akzeptiert einen solchen auch nicht. Er hebt
vielmehr sowohl den Glauben und die Absicht als
auch die Handlung hervor. Gott zu dienen,
bedeutet, Ihn zu kennen und zu lieben, gemäß
Seiner Rechtleitung in allen Fragen des Lebens
zu handeln, gute Taten zu befehlen und das
Verwerfliche zu untersagen, Nächstenliebe und
Gerechtigkeit zu praktizieren, und Ihm zu dienen
durch den Dienst an der Menschheit. Der Qur'an
drückt diesen Gesamtbegriff vom Gottesdienst in
der folgenden vollkommenen Weise aus:
Es ist keine
Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in
Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit
ist vielmehr, daß man an Allah glaubt, den
Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die
Propheten und vom Besitz obwohl man ihn liebt
den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem
Sohn des Weges, den Bettlern und (für den
Freikauf von) Sklaven, daß man das Gebet
verrichtet und die Zakah entrichtet. Es sind
diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn
sie es gegeben haben; und diejenigen, die in
Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind;
sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig
sind.(QS. 2:177) |
|
Islam
auf einen Blick - Teil I
Der
Islam erlegt den Menschen den Glauben an die
Einheit und Oberhoheit Gottes, des Erhabenen
Schöpfers, des Lenkers und des Erhalters des
Universums auf. Es gibt niemanden, der Seine
Macht und Autorität mit Ihm gemeinsam hat. Er
ist allgegenwärtig und allwissend. Dieser Glaube
befreit den Menschen von Ängsten und Aberglauben
und macht ihm seine Pflichten Gott gegenüber
bewußt. Der Glaube muß in die Tat umgesetzt
werden, denn Glaube allein genügt nicht. Der
Glaube an den Einen, Einzigen Gott führt zum
Betrachten der Menschheit als eine einzige
Familie, die unter der allumfassenden Allmacht
Gottes, des Erhabenen Schöpfers und Erhalters
steht. Der Islam weist die Idee von einem
auserwählten Volk zurück und sieht im Glauben an
den Einen Gott und in den guten Taten den
einzigen Weg, der ins Paradies führt. Somit
besteht eine direkte Beziehung zwischen Mensch
und Gott, ohne irgendeinen Vermittler. Der
Mensch ist einzigartig unter den Geschöpten
Gottes, sowohl in seiner Gestalt als auch in
seinen Fähigkeiten. Er besitzt Verstand und
Klugheit, relative Willensfreiheit und
Entscheidungskraft. Er ist in der Lage auf
seinen eigenen Weg zu wählen. Gott zeigte ihm
den rechten Pfad, und das Leben des Propheten
Muhammad stellt für ihn das vollkommene Vorbild
dar. Erfolg und Erlösung liegen im Befolgen
dieses Vorbildes. Der Islam lehrt die
Unverletzlichkeit des menschlichen, persönlichen
Wesens und verleiht allen Menschen die gleichen
Rechte, unabhängig von Rasse oder Geschlecht.
Das Gesetz Gottes, das im Qur'an verkündet
und im Leben des Propheten Muhammad
veranschaulicht wird, ist in allen Fällen das
höchste. Es wird auf alle angewendet, unabhängig
von ihrer Stellung in der Gesellschaft und ohne
Unterschied zwischen Regierenden und Regierten.
|
Im Islam ist jede Handlung, die im Gehorsam Gott
gegenüber und zu seinem Wohlgefallen vollbracht
wird, eine 'Ibadah', ein Gottesdienst. Jedoch
bestimmen besondere Handlungen des
Gottesdienstes, die als "die Säulen des Islam"
bezeichnet werden, das Gefüge des islamischen
Lebens. Es sind dies:
1. Das Glaubensbekenntnis
"Ich bezeuge, daß es nichts gibt, was der
Anbetung würdig wäre aßuer (dem Einen Einzigen)
Gott Allah, und daß Muhammad Sein Diener und
Gesandter ist." Muhammads Prophetentum
verpflichtet die Muslime, seine vorbildliche
Lebensweise in jeder Beziehung zu befolgen.
2. Das Gebet (arabisch: As-Salah)
Das Gebet ist fünfmal täglich, als eine Pflicht
Gott gegenüber, vorgeschrieben. Die fünf
täglichen Gebete erinnern den Menschen an seinen
Bund mit Gott, beleben und stärken seinen
Glauben an Ihn stets auf neue. Sie reinigen sein
Herz und helfen ihm, der Versuchung zur
Sündhaftigkeit auszuweichen und allem Unguten
und Unreinen aus dem Weg zu gehen.
3. Zakah
Zakah ist das jährliche Entrichten eines
bestimmten Prozentsatzes vom Nettovermögen {z.B.
2,5% des Barvermögens, das einen bestimmten
Betrag überschreitet und ein Jahr überdauert
hat), zur Läuterung der eigenen Seele und zur
Reinigung des Eigentums. Zakah wird an einen
bestimmten Personenkreis der Gesellschaft; wie
Arme, Bedürftige... usw. entrichtet.
4. Das Fasten
Das Fasten während des Monats Ramadan, des
neunten Monats des islamischen Mondkalenders. Es
bedeutet Enthaltsamkeit von Essen, Trinken und
Gesehlechtsverkehr mit dem Ehepartner, täglich
von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
Dabei werden Verlangen und Begierde unterdrückt.
Das Fasten lehrt Aufrichtigkeit und Frömmigkeit,
sowie Mitgefühl mit den Armen und Liebe. Es
entwickelt ein gesundes soziales Gewissen,
Geduld, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin.
5. Die Pilgerfahrt
Die Pilgerfahrt zu dem Haus, das von Abraham
einst zur Anbetung Gottes erbaut wurde, der
Ka'bah in Makkah. Sie ist einmal im Leben
denjenigen vorgesehrieben, die die Mittel und
die Möglichkeit dazu haben. |
Beständigkeit der Botschaft
Islam ist kein neuer Glaube. Er ist dem Wesen
nach dieselbe Botschaft und Rechtleitung, die
Gott allen Seinen Propheten offenbarte:
"Sprich: Wir glauben an Gott und was auf uns
herabgesandt ward, und was herabgesandt ward auf
Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und
(seine Kinder) die Stämme, und was gegeben ward
Moses und Jesus und den Propheten von ihrem
Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen
ihnen, und Ihm sind wir ergeben."(Der Qur'an
3:84)
Die Botschaft, die dem Propheten Muhammad
offenbart wurde, ist der Islam in seiner
umfassenden, vollständigen und endgültigen Form. |
|